Harzer Hexenstieg mit Hund – Tag 2 Etappe Thale bis Hasselfelde

Tag Zwei
Etappe 1 – Thale bis Hasselfelde
Entfernung: 28 Kilometer
Gehzeit: 6 h 15 min

Die Matratzen waren doch recht durch gelegen im Hotel Königsruhe und so war die Nacht nicht ganz so erholsam, wie erwartet. Um 7.00 Uhr war ich wach und kümmerte mich erst einmal um Nelly. Nachdem sie ihre erste Runde hinter sich hatte und der Napf leer war, ging ich zum Frühstück. Gegen 9.30 Uhr waren wir dann endlich abmarschbereit!

Das enge Bodetal empfing uns wieder! Die Schlucht mit dem wilden Wasser führte uns mal bergauf oder bergab. Brücken und Stege, wie in einer Klamm, erwarteten uns genauso, wie Serpentinen und schmale Wanderwege im Fels mit der Warnung vor Steinschlägen.

Leider war das Wetter nicht besonders! Leichter Nieselregen ging auf uns herab. Zwar hielt das Blätterdach eine Menge ab, aber ungemütlich war es doch irgendwie. Nelly machte das aber gar nichts aus. Jedes Mal, wenn wir nahe ans Bodeufer kamen, wollte Sie ins Wasser. Daran hinderte sie auch nicht ihre neue Packtasche. Das Ruffwear New Palisades Pack lag ihr sehr gut auf dem Rücken und wir hatten während der gesamten Tour keine Probleme mit dem Hunderucksack.

Nach 10 Kilometern verließen wir das schöne Bodetal und näherten uns Treseburg. Durch unsere Pausen am Wasser, den ein oder anderen Halt an einer schönen Aussicht und die recht steile und schwer zu gehende Strecke waren wir nur langsam voran gekommen. Fast drei Stunden hatten wir für die Überwindung einiger Höhenmeter gebraucht und ich zweifelte schon jetzt daran, dass wir die Strecke ohne Blessuren und Erschöpfungszustände meistern würden, da die anspruchsvolle Strecke an der Bode entlang doch an unserer Kondition gezehrt hatte.

Aber ab Treseburg wurde es deutlich flacher und wir kamen die vier Kilometer bis Altenbrak sehr gut voran. Zwischendurch gab es dort noch eine halbstündige Rast auf einer Bank, bevor wir an der Abzweigung in Altenbrak die südliche Tour Richtung Hasselfelde nahmen. Natürlich ging es von dort aus wieder steil bergauf und bis zur Schöneburg mussten wir wieder richtig kämpfen.

Von dort aus ging es bis nach Hasselfelde eher eben weiter, die Wanderwege waren recht breit und wir kamen gut voran. Zwischendurch scheuchten wir dann noch zwei Füchse auf, deren Flucht ich recht gut auf Bild festhalten konnte.

Hassselfelde erreichten wir dann noch etwas mehr als sechs Stunden. Kurz vor dem Ziel musste es dann aber noch richtig anfangen zu schütten. Der Himmel drehte richtig den Hahn auf und Nelly und ich wurden richtig eingeweicht. Zu allem Überfluss verloren wir im Ort doch tatsächlich das Wanderzeichen – was auf der ganzen Tour kein Problem war – und so irrten wir patschnass durch Hasselfelde und fanden schließlich doch das richtige Zeichen wieder. Kurz danach ließ auch der Regen nach und wir legten die verbliebenen zwei Kilometer zum Hotel Hagenmühle trockenen Fußes zurück.

Dort erwarteten uns ein tolles Zimmer, endlich was zu Essen, Pansen, ein paar Weizen und ein erholsames Bett!

Björn Eickhoff

Hey, ich bin der Björn. Outdoor, Survival, Hunde und Gear sind genau meine Themen. Neben dem Hundetrainer bin ich Autor und Fotograf.

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