BlackFox Trackmaster

Ein robustes, feststehendes Messer gehört immer ins Gepäck eines Outdoorers, Bushcrafters oder Survivalisten. Es ist das Werkzeug mit dem meisten Nutzen, wenn man draußen unterwegs ist.

Der Markt an Outdoormesser ist schier unüberschaubar. Feststehende Messer werden oft vom Hersteller oder Händler per se als Outdoormesser bezeichnet. Doch leider hat ein Großteil dieser Messer den Namen Outdoor nicht verdient.

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Beim Trackmaster von BlackFox ist das sicherlich nicht der Fall. Es präsentiert sich als waschechter Outdoorer und ist richtig hart im Nehmen.

Das Messer kommt in zwei Versionen: mit G-10-Griffschalen und Kydexscheide oder mit einem Griff aus Pakkaholz mit einer Lederscheide. Wir haben uns das letztere Modell hier einmal näher angeschaut.

Die Klinge besteht aus 440C-Stahl besitzt eine widerstandsfähige Titanbeschichtung und ist satte sechs Millimeter stark. Der Stahl geht mit dieser Stärke komplett durch den Griff durch. Die Griffschalen aus Pakkaholz sind durch drei Bohrungen genietet. Diese Bohrungen bieten die Möglichkeit, das Messer an einem Stock zu befestigen und als Speer zu benutzen.

Die Klinge selber ist sehr kopflastig. Das ist gut für Hau- und Hackaufgaben. Die starke Klinge hat da auch gegen seitliche Beanspruchung einiges zu bieten. Die hochgezogene Spitze ist recht flachwinkelig und bekommt so mehr Stahl. Sie wird so extrem widerstandsfähig. In Hartholz stechen und seitlich wieder herausbrechen, ist für sie gar kein Problem. So kann man das Messer auch Bogenschützen empfehlen, die ihre Pfeile öfter mal aus Baumstämmen herausstemmen müssen.

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Der Griff erweist sich durch die Fräsungen für die Finger als sehr griffig. Der deutliche Handschutz auf beiden Seiten tut sein übriges, um die Hand nicht auf die Klinge rutschen zu lassen. Auf dem Klingenrücken findet man zwei Bereiche mit Fingerrillen. Die nahe des Handschutzes ist auch bei anderen Messern oft zu finden. So kann man beim Schnitzen mehr Druck auf die Klinge bringen. Die Rillen kurz vor der Spitze helfen der zweiten Hand, nicht abzurutschen, wenn man beispielsweise Rinde von einem Baumstamm hobeln will. So etwas findet man nicht oft.

Und so macht sich das Trackmaster sehr gut im Wald. Batoning geht gut von der Hand. Man kann sehr gut mit ihm Schnitzen oder Holz auffächern. Mit dem Feuerstahl, der in einer kleinen Schlaufe in der Laderscheide sitzt, kann man schnell und einfach Funken für das Lagerfeuer schlagen.

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Das Trackmaster wäre für unterwegs perfekt, wenn die Lederscheide besser konstruiert wäre. Die normale Trageweise tipdown ist noch okay, doch sobald man auf die horizontale Trageweise wechselt, ist man genervt. Die zwei Gürtelriemen sind einfach nicht starr genug. Das Messer bewegt sich so ständig auf der Griffseite nach unten in Richtung Schwerkraft. So bleibt man immer mal wieder an Ästen hängen. Auch die Sicherung der beiden Riemen über Klettflächen wirkt billig. Hier wären Druckknöpfe, wie bei der Messersicherung, sinniger gewesen.

Wir hatten auch die Möglichkeit die G-10-Version einmal in die Hand zu nehmen. Durch die rauere Oberfläche ist diese noch griffiger. Auch gefiel uns die Kydexscheide deutlich besser.

Fazit
Ein sehr ordentliches Messer für draußen. Die Lederscheide ist aber verbesserungswürdig. Wer mehr Grip und eine durchdachtere Scheide haben will, sollte sich die G-10-Version anschauen.

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Daten und Fakten
Hersteller: BlackFox
Modell: Trackmaster
Herstellungsland: Italien
Klingenstahl: 440C
Klingenlänge: 123 mm
Klingenstärke: 6 mm
Grifflänge: 130
Gewicht: 406 g
Griffmaterial: Pakkaholz
Scheide: Leder
Lieferumfang: Messer, Lederscheide, Feuerstahl
Varianten: G-10-Griff und Kydexscheide
Preis: EUR 126,70
Bezugsquelle: Herbertz-Messerclub

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Björn Eickhoff

Hey, ich bin der Björn. Outdoor, Survival, Hunde und Gear sind genau meine Themen. Neben dem Hundetrainer bin ich Autor und Fotograf.

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