Ausflüge im Westerwald: Burgentour

Wenn ich ehrlich bin, treibt mich nichts so sehr hinterm Ofen hervor, wie Burgen, Ruinen, Höhlen und Bunker. Ich finde es einfach hochgradig interessant, durch alte Gemäuer zu streifen, zu entdecken und im Alten Neues zu finden.

Ja, Ja! So en kleiner Indiana Jones ist da doch so irgendwie in mir drin und wenn dieser kleiner Teufel frei gelassen wird, gibt es eigentlich kein Halten mehr. Da ist es nicht überraschend, als Heike mir von einer schönen Burgruine erzählte, dass ich direkt Feuer und Flamme war.

Burg Blankenberg
Die Burgruine aus dem 12. Jahrhundert war dann auch mit dem Auto schnell erreicht. Hoch über der Sieg thront die Burg und gibt weite Blicke in die Ferne frei. Neben der eigentlichen Burg umschliesst noch eine Stadtmauer den Ort Blankenberg mit seinen alten Fachwerkhäusern und den verwinkelten Gassen.

Vom Parkplatz aus ging es direkt zur Burgruine, die mit Ihren Türmen sehr eindrucksvoll am Berghang liegt. Dort gibt es auch einen Kräutergarten, der die Pflanzen genau erklärt, die dort vor langer Zeit schon gezogen wurden. Auch findet man dort eine eindrucksvolle dreidimensionale Darstellung von Burg und Stadtmauer.

Danach ging es dann über einen speziellen Wanderweg, die alte Stadtmauer entlang. Dort traf ich auch wieder auf den „Bergischen Weg“, der mir aus der abgebrochenen Tour von vor zwei Wochen immer noch schmerzlich in Erinnerung gerufen wurde.

Der Weg an der Stadtmauer entlang, führte auch durch den sehr idyllischen Stadtkern mit seinen alten Fachwerkhäusern und Verteidigungsanlagen. Immer wieder gab es Informationsschilder, die einen anderen Teil der wechselvollen Geschichte der Stadt und Ihrer Burg beleuchteten.

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Burg Windeck
Als wir dann am Parkplatz zurückkehrten, war unsere Abenteuerlust noch immer nicht befriedigt und da es erst kurz nach Mittag war, beschlossen wir uns noch die Burgruine Windeck anzusehen, die etwa zwanzig Kilometer entfernt lag.

Dort angekommen merkte man sehr deutlich, dass die Saison tatsächlich vorbei war. Gähnenden Leere auf dem Parkplatz und die nahegelegenen Ausflugsgastronomie hatte auch noch nicht geöffnet. Von dort ging es einen kleinen und heftigen Anstieg hinauf und schon standen wir mitten in der Ruine, die gerade restauriert wurde.

Dennoch konnte man zwischen den Resten der Burg gut hindurch klettern und vom Berg aus gab sie tolle Ausblicke auf das Umland frei. Da aber langsam der Magen knurrte, war es an der Zeit die Burg zu verlassen. Leider gab es im näheren Umkreis nur einen Imbiss und die obligatorischen Schnitzel waren nicht ganz so der Hit.

Trotzdem hatte sich der Ausflug gelohnt. Beide Hunde waren von den zwei Expeditionen sichtlich platt und auch mein eigener Wissensdurst war nachhaltig gestillt.

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Björn Eickhoff

Hey, ich bin der Björn. Outdoor, Survival, Hunde und Gear sind genau meine Themen. Neben dem Hundetrainer bin ich Autor und Fotograf.