Bushcraft-Wochenende

Durch Gespräche mit anderen Bogenschützen im Parcours des JBC Wuppertal bei den langen Arbeitsdiensten in den letzten Wochen vor den Turnieren gaben immer wieder zwei Themen den Ton an: Survival und Bushcraft.
IMG_0227
Es war aber eher nicht so, dass man einen großen Kurs machen wollte, sondern eher ein Treffen oder eine Zusammenkunft, um miteinander voneinander zu lernen.
Das spukte dann eine ganze Weile in meinem Kopf herum. Nachdem ich die erste Hürde beim Vorstand unseres Bogenvereins  genommen hatte, kam der große Aufruf über Whatsapp und Facebook. Die Resonanz war enorm und schnell wurde das letzte Juliwochenende 2016 als Termin festgesetzt.
IMG_0206
Auch hier kamen viele Anmeldungen und es kristallisierten sich auch Unterstützer heraus. Allen voran Sebastian, der dann auch vor dem Wochenende immer wieder Denkanstöße gab, was man noch alles machen könnte.
Wenige Tage vor dem Termin kamen dann doch irgendwie Zweifel auf, ob wir beide da in die richtige Richtung gehen würden. Dann warf Sebastian die Frage auf, was wir machen würden, wenn auf einmal 40 Mann da stehen würden. Ein Gedanke, der den Arsch so richtig auf Grundeis brachte.
IMG_0210
Der Tag kam immer näher. Das Lampenfieber stieg und dann war der Samstag da! Mein Auto machte sich so vollgepackt auf den Weg zum JBC, dass man denken könnte, ich gehe für mehrere Wochen auf Tour.
Dann näherte sich der große Termin! Sebastian und ich warteten auf den großen Auflauf. Und dieser blieb aus. Gott sei Dank! Es waren bis auf wenige Ausnahmen nur Leute dabei, die sich angemeldet hatten und die wir schon kannten. Das war ein Heimspiel!
Dementsprechend locker war die ganze Atmosphäre! Die Nervosität flaute ab und es wurde ein richtig toller Nachmittag mit vielen Einblicken in verschiedene Themen.
Neben allgemeinen Diskussionen gab es Erfahrungsberichte der Teilnehmer. Ich stellte Messer vor, die ich mehr oder weniger geeignet hielt, draußen benutzt zu werden. Jonathan und Sebastian kamen mit Beilen und Tomahawks um die Ecke.
Am frühen Abend, als keine Schützen mehr auf dem Parcours waren, zeigte uns Sebastian essbare und giftige Pflanzen. Aber auch Möglichkeiten für Feuerzunder.
IMG_0201
Danach ging es an den Aufbau des Nachtlagers. Sebastian, Kai und seine zwei Söhne und natürlich auch ich wollten eine Nacht im freien verbringen. Kai und die Jungs wählten zwei kleine Zelte. Sebastian hatte ein neues Tarp und versuchte sich an verschiedenen Aufbauvarianten. Ich selbst wollte ein Hammock ausprobieren, über das ich ein Tarp gespannt hatte.
Als wir da endlich mit fertig waren, machte sich der Hunger bemerkbar. Es wurde Zeit für ein Feuer. Dabei bekam ich erstaunlicherweise mit dem Feuerstahl den Zunder aus Distelsamen recht flott an, nur wollte sich da dann kein großes Feuer entzünden.
IMG_0216
Sebastian zeigte uns dann, wie das richtig funktionierte. Mit der richtigen Vorbereitung, einem Feuerstein, einem Stück Stahl und verkohlter Baumwolle erzeugte er ein glimmendes Stück Stoff, dass er in einem Zunderbündel anblies bis die ersten kleinen Flammen schlugen. Damit ging das Feuer schnell an und um die Feuerstelle wurde das Essen ausgepackt.
Dabei zeigten sich bei meinem Kochgeschirr die ersten Unzulänglichkeiten. Ein Blick auf Kai und Sebastian mit ihren Töpfen und Kochern brachte mich dann doch zum Umdenken. Hier muss für die Zukunft ausgebessert werden.
IMG_0221
Bis tief in die Nacht saßen wir dann zusammen und diskutierten bei ein paar Flaschen Bier unsere Erlebnisse und Abenteuer. Gegen Mitternacht ging es dann langsam ins Bett. Hier zeigte sich meine Hammocklösung als Ärgernis. Nach zwei Stunden zog ich auf den Boden unter die Hängematte. Rückenschmerzen machten diese Lösung für mich nicht praktikabel.
Am Morgen gab es dann beim Kaffee noch eine Diskussionsrunde und gegen neun Uhr machte sich Kai mit den Jungs auf den Weg. Sebastian und ich nutzten die frühe Stunde, um noch ein paar Pfeile fliegen zu lassen und hatten das Glück, einen Rehbock und eine Ricke über einen längeren Zeitraum beobachten zu können. Ein gelungener Abschluss für unser Bushcraft-Wochende.
IMG_0212
Den Teilnehmern hat es jedenfalls gefallen. Die Blogger Andrea und Kai habe sehr begeistert in Ihren Blogs von Wochenende berichtet:
Sebastian und ich planen jedenfalls schon den nächsten Termin!

Björn Eickhoff

Hey, ich bin der Björn. Outdoor, Survival, Hunde und Gear sind genau meine Themen. Neben dem Hundetrainer bin ich Autor und Fotograf.

Kommentare (3) Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Exkursion Bushcraft oder „Eine Nacht im Wald.“ – Wander-Partisan

  2. Hi, finde ich ja cool, dass ich als Anfänger dich mit meinem Koch-Set zum nachdenken gebracht habe. Es war ein schönes Wochenende. Gerne wieder

    Antworten

    • Ich fand so die richtigen Kocher nie so mein Ding. Mit meinem Becher hatte ich gerade im Feuer Problem. Da war der Topf vom Sebi echt besser. Dann noch der Spiritusbrenner um kein richtiges Feuer im Hobo zu haben. Hab mir direkt einen heute bestellt und ein anderes Geschirr.

      Viele Grüße
      Björn

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.