Die minimalistische Wohnung – Der Selbstversuch

Es ist schon erstaunlich, wieviel Platz auf einmal in einer Wohnung vorhanden ist, wenn man alles Unwichtige dort nicht mehr hortet und weniger Besitz. Irgendwann kommt unweigerlich die Frage auf, ob man weiterhin für viele Quadratmeter Wohnfläche bezahlen will, die man gar nicht nutzt.

Eine kleinere Wohnung ist schon eine ganz besondere Challenge. Gerade in einer Zeit in der alle maximieren sollen, ist eine kleinere Wohnung ein Statement. Werden viele Freunde und Bekannte in der Regel den Minimalismus als Spleen abtun, erkennen die meisten nun, dass es einem wirklich ernst ist. Hier kann dann richtig Widerstand kommen.

Die Vorteile für den Minimalisten liegen auf der Hand. Weniger Miete, weniger laufende Kosten, wie Strom und Gas, weniger Raum, den man besetzt, weniger Sachen, die dort wirklich reinpassen.

Und Planung ist angesagt. Welche Möbel will man wie stellen. Was ist wirklich so wichtig, dass es in die neue Wohnung mit kommt. Will man alles neu kaufen oder gibt es gebrauchte Alternativen. Und auch die eigene Komfortzone spielt eine Rolle.

Bei mir nun ist es endlich soweit! Von 70 qm geht es zurück auf 36. So wenig Platz hatte ich in den letzten 20 Jahren schon nicht mehr. Die Planung ist enorm und es fliegt während des Umzugs noch eine ganze Menge weiteres Zeug raus.

Einiges wird komplett entsorgt, anderes verschenkt und ein kleiner Teil wird zwischengelagert, bis die Entscheidung gefallen ist, was damit werden soll.

Ich freue mich schon richtig auf die Wohnung, habe gleichzeitig aber auch Angst, ob das alles klappt. Denn das sollte es, da ich nicht vorhabe wieder zu maximieren.

Wie sind eure Erfahrungen mit kleineren Wohnung? Habt ihr es dauerhaft geschafft, dort minimalistisch zu wohnen?

Björn Eickhoff

Hey, ich bin der Björn. Outdoor, Survival, Hunde und Gear sind genau meine Themen. Neben dem Hundetrainer bin ich Autor und Fotograf.