Die Südeifel und der Mullerthal-Trail mit Hund – Tag 1

Schon die letzten 60 Kilometer vor dem Ziel änderte sich das Wetter. Erst Schauer und dann fing es doch noch richtig an zu schütten.

In Bollendorf selber war die Abfahrt von der Bundesstraße wegen einer Baustelle gesperrt, so dass wir direkt in Luxembourg landeten. Mein Navi fand den Standort nicht mehr, logisch, da es ja nur für Deutschland gedacht war. Alle Hinweisschilder auf französisch- na toll,

Doch schließlich fand ich doch den Weg zurück über die Grenze und natürlich auch zum Waldhotel. Dort machte der Mitarbeiter dann irgendwie doch eine leichte Welle, da ich die Bestätigung nicht ausgedruckt hatte und er meine Reservierung nicht fand. Aber hier lösten sich alle Schwierigkeiten schnell in Luft auf und Nelly und ich bezogen unser Zimmer.

Nach dem Einräumen und einer kleinen Stärkung ging es auf eine erster Erkundungswanderung, die uns in eine Märchen- und Fantasywelt voller bizarrer Felsfimationen, Steilwände und Ausblicke führte. Ab ging es in die sogenannte „Grüne Hölle“ nahe am Hotel in Bollendorf.

Als erstes benötigte ich aber erstmal den Regenponcho, da es immernoch schüttete ohne Ende. Als der endlich angelegt war, wusste ich endlich, wo die nassen Füße in den Sole Runner Transition Vario herkamen: ein Riss an der Sohle zum Luftpolster. Der zweite Schuh war auch schon auf dem Weg sich aufzulösen. Auch toll, kein Jahr gehalten.

Aber jetzt nochmal umdrehen, war nicht drin. Also ab in den dunklen, nassen und doch dampfenden Wald. Und es wurde richtig geil! Es ging immer nah an den Sandsteinfelsen entlang. Manchmal sogar direkt mittendurch. Gerade mal ein Mensch passte da so eben zwischen zwei Steilwänden durch. Mit dem Rucksack hatte ich da so manches Mal meine Probleme.

Auch mussten Nelly und ich auf den schmalen, trailigen Pfaden erstmal wieder zum Wanderteam werden. Das gab dann doch ab und an ein wenig Zwist bei uns. Gerade weil ich wirklich darauf achten musste, wohin ich mein Füße mit den kaputten Schuhen setzten musste, brauchte ich keinen Hund, der irgendwie so gar keinen Bock hatte und sich ständig die Anstiege hochziehen liess.

Aber all das war jedes Mal vergessen, wenn wir uns einer neuen Felsformation näherten. Atemberaubend! Man erwartete geradezu, dass irgendwelchen Zwerge, Trolle oder Elfen um die Ecke kamen. Oder auf den Steilhänge die Bogenschützen Aufstellung nahmen, um die Wanderer in der Schlucht unter Pfeilbeschuss zu nehmen.

Etwa 2,5 Stunden brauchten wir für die Tour, die bei dem Regenwetter doch sehr konzentriert durchgeführt werden musste, da jeder Fehltritt entweder nassen Füsse oder ein Abrutschen am Steilhang nach sich zog.

Insgesamt eine tolle Tour für den Einstieg in unsere Wanderwoche!

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Björn Eickhoff

Hey, ich bin der Björn. Outdoor, Survival, Hunde und Gear sind genau meine Themen. Neben dem Hundetrainer bin ich Autor und Fotograf.