Für Abenteurer – Teil 1

Egal welchen Survivalprofi man fragt, ein gutes Messer ist das Hilfsmittel überhaupt. Mit ihm lassen sich weitere Werkzeuge und Dinge des Überlebens sehr schnell improvisieren. Dabei hat fast jeder seine eigene Philisophie, wie man das Bushcraft draußen betreiben sollte. Dementsprechend gibt es auch die unterschiedlichsten Herangehensweisen zum Thema Messer.

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Das ultimative Survivalmesser gibt es eigentlich. Jeder Experte hat ein anderes Messer oder sogar speziell für die eigenen Bedürfnisse eines kreiert. Natürlich haben sich bei Vielen recht große und wuchtige Messer zum Überleben in der Wildnis im Kopf festgesetzt. Jimmy Lile’s Hohlgriffmesser sind seit dem Film Rambo schon fast Kurzschwerter, die die Axt, Säge oder Nahkampfwaffe komplett ersetzen.

Mittlerweile gibt es aber auch andere Ansätze. Was nutzt ein großes Messer, wenn man es in einer Extremsituation, aufgrund Gewicht und Volumen, nicht dabei hat? Gleichzeitig sind viele Aufgaben für ein Messer beim Überleben eher Schneid- und Schnitzaufgaben, die mit einem kleineren Messer wesentlich besser durchgeführt werden können. Große, wuchtige Messer sind in diesen Disziplinen meist nicht die Gewinner. Und wann fällt man in solchen Situationen tatsächlich so dicke Bäume, die man nicht auch mit einem kleineren Messer durchbekommt. Survival-Profi Cody Lundin zeigt in seiner Show „Das Survival-Duo“ immer sehr deutlich, das ein kleines Scandi-Messer um den Hals in einem Gros der Situationen vollkommen ausreicht.

Grundsätzlich sind sich alle darüber einig, dass ein Survivalmesser festehend sein soll. Klapp- oder Taschenmesser sind aufgrund ihrer Bauform nicht geeignet. Das Gelenk zwischen Klinge und Griff ist für die meisten Arbeiten nicht robust genug. Sie entwickeln bei diesem harten Einsatz meist mit der Zeit ein Spiel oder brechen an diesem Punkt.

Somit liegt die Konzentration in unserer Übersicht komplett auf den feststehenden Messern. Aufgrund ihrer Robustheit finden sich nicht nur klassisch große Survivalmesser, auch neuartige Kreationen und einige taktische Fixed sind dabei, die aber auch im Kampf ums Überleben eine gute Figur machen. Und natürlich dürfen auch nicht die kürzeren Gürtelmesser aus dem Outdoprbereich fehlen. Sie tragen oft nicht so auf, sind unscheinbar, waffengesetzkonform und ziehen nur selten neugierige Blicke auf sich. Und das Allerwichtigste – sie sind fast immer dabei!

Egal, ob groß oder klein, durch unseren Testparcour mussten alle durch! Hier ging es um die gängigen Schneidaufgaben, wie Improvisation eines Herings, Anspitzen von Stöcken, Durchtrennen von Seilen. Aber es musste auch Feuer gemacht werden. Feuerholz hacken, Zunderholz auffächern und mit dem Feuerstahl oder Magnesium-Feuerstarter schlussendlich entfachen. Gerade in diesem Bereich haben sich die Hersteller einges einfallen lassen, damit die Klinge durch den Feuerstahl nicht in Mitleidenschaft gezogen wird.

Insgesamt gab es dann aber auch keine Ausreißer! Alle Messer sind durchaus für den Outdoor-Einsatz geeignet und helfen ganz entscheident dabei, dass der Mensch in der Wildnis überleben kann. Dabei muss der Anwender ganz genau entscheiden was er will, braucht er einen guten Kompromiss aus Größe und Gewicht oder muss das Messer auch mal die Axt oder Machete ersetzen.

Zehn Messer haben wir in dieser Übersicht miteinander verglichen. Diese werden in den nächsten Wochen nacheinander hier vorgestellt. Wer das Ergebnis nicht abwarten kann, sollte mal ins Messer Magazin 5-2013 hineinschauen. Dort wurde die Übersicht erstmalig veröffentlicht.

Björn Eickhoff

Hey, ich bin der Björn. Outdoor, Survival, Hunde und Gear sind genau meine Themen. Neben dem Hundetrainer bin ich Autor und Fotograf.

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