Fujifilm X30 – Die EDC-Cam

Eigentlich war ich ja mit meiner Alltags-Kamera, der Olympus PEN E-PL7, immer sehr zufrieden. Aber es gab so ein paar Dinge, die mich an ihr wirklich nervten.

Für viele Einstellungen musste man ins Menü. Das war oft sehr umständlich. Auch für einen Wechsel des Fotomodus oder eines Art-Filters gab es oft nur diesen Umweg.

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Zudem war die Einstellgeschwindigkeit das Pancake-Zoom-Objektives einfach zu langsam. Hier blieb oft nur die Alternative Festbrennweite, was aber wiederum sehr viele Kompromisse mit sich brachte.

Am Wichtigsten war jedoch das Fehlen eines Suchers. Immer nur alles am Bildschirm zu machen, hinderte mich oft daran wirklich kreativ zu werden. So blieb die PEN immer öfter daheim und ich setzte Schnappschüsse nur noch mit der Kamera am Smartphone um.

Das war auch keine Lösung und so musste ein anderes System her. Nach vielem Rumprobieren und Begrabbeln blieb ich am Ende bei einer Bridgekamera hängen. Die Fujifilm X30. Und sie ist ein echtes Sahnestück.

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DIe Bedienung durch die vielen Einstellräder ist wirklich fluffig. Ein zusätzliches Rad um schnell auf- oder abzublenden. Dann noch eines neben dem Bildschirm, um schnell durchs Menü zu scrollen.

Aber das Highlight ist das zweite Drehrad am Objektiv. Mit ihm kann man Filmsimulationen direkt auswählen. So kommt man schnell durch verschiedene Farb- und SW-Settings. Gerade wer direkt im Sucher schauen will, ob ein Foto in SW wirkt, wird hier seine Freude habe,

Das Rad kann natürlich auch mit anderen Funktionen belegt werden. Das geht ganz einfach mit dem Knopf auf der Kamera-Front. Das ist so wirklich gut gelöst und kinderleicht.

Die verschiedenen Fokusarten wählt man über den Drehschalter auf der anderen Seite der Front aus. Manueller Fokus oder zwei Autofokusarten sind so schnell gewechselt.

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Das Objektiv deckt ein Zoombreich von 28 bis 112 mm Kleinbild ab. Diese wird nicht durch Elektromotoren bewegt, sondern hier läuft es manuell. So ist man wirklich flott bei der Auswahl eines Aufnahmebereiches.

Die Gummierung des Gehäuses ist sehr viel griffiger, als die der E-PL7 und auch die Knöpfe und Drehräder sind besser angeordnet. Beim Display muss man jedoch Abstriche machen. Ein Selfie-Display hat man hier nicht. Jedoch kann man mit ihm Bilder mit Blick von oben und von unter realisieren.

Die Fernsteuerung per WiFi ist auch hier irgend wie einfacher. Die App sowohl für Android als auch iOS wirkt durchdachter.

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Insgesamt gesehen fotografiere ich inzwischen wesentlich lieber mit der Fuji als mit der Olympus. Dabei habe ich in Gehäusegröße und Gewicht keinen wirklichen Vorteil. Dennoch muss man hier der Fuji zugestehen, dass sie einen elektronischen Sucher und einen Blitz im Gehäuse untergebracht hat. Bei der Olympus muss man beides aufstecken und gerade der zusätzliche Sucher ist noch einmal ordentlich preisintensiv.

Kreative Fotosituationen setze ich daher immer wieder mit der X30 um. Einfach mal SW vor Ort mit verschiedenen Filtern umsetzen, funktioniert einfach besser. Auch die manuelle Belichtungsveränderung über das zusätzliche Drehrad funzt einfach fluffiger.

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Fazit
Handliche Bridge-Kamera für den ambitionierten Fotografen. Als Immer-Dabei-Kamera eine gute Wahl für kreative Fotoversuche.

Daten und Fakten
Produkt: Fujifilm X30
Hersteller: Fujifilm
Bezugsquelle: Rutten
Preis: EUR 469,-

Björn Eickhoff

Hey, ich bin der Björn. Outdoor, Survival, Hunde und Gear sind genau meine Themen. Neben dem Hundetrainer bin ich Autor und Fotograf.

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