Helikon-Tex Wolfhound

Für eine taktische Jacke ist die Wolfhound von Helikon-Tex echt unscheinbar. Als leichte Winterjacke wirkt sie vom Schnitt her klassisch und hinterlässt optisch keinen besonderen Eindruck. Dies muss nicht unbedingt ein Nachteil sein. Seit etwa einem Jahr begleitet sie mich und ich habe diese Jacke lieben gelernt.

Helikon-Tex Wolfhound
Helikon-Tex Wolfhound

Ich war Anfang des letzten Winters auf der Suche nach einer leicht gefütterten Jacke, die als wärmende Lage zwischen Hardshell und Sweatshirt nutzbar ist, aber auch bei nicht so kalten Temperaturen als alleinige Außenlage zu gebrauchen ist. Zudem sollte sie packbar sein, um als wärmende Schicht in den Pausen einer Tour oder im Camp nutzbar zu sein.

Ich hatte mich eigentlich schon für ein Produkt der Firma 5.11Tactical entschieden, musste aber feststellen, dass dieses mittlerweile aus dem Programm genommen worden und nicht mehr erhältlich war. Nach der fachmannischen Beratung von Michael Rohlfs bei Tactic Ready in Schwelm entschied ich mich dann für die Helikon-Tex Wolfhound in schwarz.

Helikon-Tex Wolfhound
Unscheinbarer Look

Wie schon eingangs erwähnt kommt sie als unscheinbare, kurze Jacke mit Stehkragen daher, der auf der Innenseite mit weichem Fleece ausgestattet ist. Vergleichbar mit den früheren Bomberjacken. Jedoch nicht so martialisch und aufgepumt. Auch fehlt ihr die Rollenstruktur vieler Daunenjacken, in denen man sich oft wie das Michelin-Männchen vorkommt. Und trotzdem hält die Wolfhound ordentlich warm.

Dies ist der Isolierenden Kunstfaser Climaschield Apex zu verdanken. 67 Gramm dieser Faser sind auf dem Quadratmeter verarbeitet. Dabei bildet sie einen festes Flies, was zwischen Außen- und Innenmembran der Jacke untergebracht ist. Dieses verrutscht nicht. Egal, wie man die Jacke behandelt und wie stark man sie komprimiert. Innerhalb von Sekunden ist die Jacke wieder in Form.

Helikon-Tex Wolfhound
Wolfhound im Packbeutel

Sie kommt direkt mit einem Transportbeutel, in der man die Jacke etwa auf die Größe einer Nalgene-1-Liter-Flasche komprimieren kann. Mit eine wenig mehr Druck kann man sie aber noch kleiner im Packmaß bekommen. Zudem wiegt sie zusammen mit dem Beutel etwas mehr als 350 Gramm – ein echtes Leichtgewicht und Packmaßwunder im Rucksack.

Die Außenmembran aus Nylon ist stark wind- und wasserabweisend. Leichten Regen hält sie gut ab. Aber ab einem gewissen Punkt kommt Wasser durch. Das ist aber nicht schlimm, da die Faser aus Climashield Apex weiterhin wärmt und wird ihrer Grundfunktion nicht beraubt wird.

Helikon-Tex Wolfhound
Wasserabweisend

Sie ist schon ein wirkliches Wärmewunder. Damit es dem Träger nicht zu warm wird, sind unter den Achseln Netzstoffe integriert, die Körperdämpfe ableiten können. Diese sind aber so klein, dass nur wenig Wärme entweichen kann. Trägt man eine Hard oder Softshell noch darüber, kann es schnell zu warm werden.

Helikon-Tex Wolfhound
Brusttasche

Die Taschenkonfiguration ist überschaubar. Zwei Einschubtaschen mit Reißverschluss rechts und links. Diese sind auch mit Fleece ausgestattet, damit man die Hände bei kalten Temperaturen wärmen kann. Zudem gibt es eine außenliegende Brusttasche mit Reißverschluss und innenliegend eine für Wertsachen und ähnlichem. Zudem gibt es auf dem linken Ärmel eine Klettfläche für Patches.

Helikon-Tex Wolfhound
Innentasche

Insgesamt bin ich von der Wolfhound sehr begeistert. Als Backup im Rucksack, alleine als Jacke getragen oder als wärmende Zwischenschicht ist sie einfach toll. Im Herbst ist es bis 5° C überhaupt kein Problem unter der Jacke nur ein T-Shirt zu tragen. 

Helikon-Tex Wolfhound
Klettfläche für Patches

Auch das unscheinbare Aussehen gefällt mir. Die Jacke ist echt Gray-Man! Und hat doch einiges zu bieten.

Auf ein paar Dinge sollte man jedoch achten. Die Jacke ist extrem körpernah geschnitten und nicht wirklich flexibel. Als schlanke, große Person komme ich mit Größe L gut klar. Nur zum Hals hin kann es für manche Personen eng werden. Daher sollte man die Jacke unbedingt beim Fachhändler probetragen. 

Was ich aber wirklich vermisse, ist ein Aufhänger hinten im Halsbereich. So kann man sie bei Nichtgebrauch einfach nicht auf einen Haken hängen. Oft rutscht sie dann runter. Hier merkt man dann, dass die Jacke tatsächlich eher als warme Zwischenschicht konzipiert wurde.

Helikon-Tex Wolfhound
Kragen mit Fleece aber ohne Aufhänger

Die Wolfhound gibt es noch in einer Version mit Kapuze und sie ist in sieben verschiedenen Farben erhältlich.

Fazit 
Unscheinbarer Allrounder für kalte Tage
Helikon-Tex Wolfhound
Daten und Fakten 
Material: WindPack Nylon
Isolationsmaterial: Climashield Apex 67g/m2
Gewicht: 350 g
Reißverschluss: YKK
Lieferumfang: Jacke, Kompressionsbeutel
Bezugsquelle: Tactic Ready
Preis: EUR 124,-