Kaufen, oder nicht? Minimalismus und Konsum

Eine der schwersten Aufgaben im Minimalismus ist der übrlegte Konsum! Ein Verzicht ist es nicht. Es ist vielmehr das Hinterfragen der eigenen Bedürfnisse und Wünsche.

Jeder Erwerb einer neuen Sache sollte wohl überlegt werden. Vor allem, wenn man bedenkt, dass vielleicht der Wert der neuen Sache in einigen Monaten gegen null geht. Auch hält die Befriedigung durch den Kauf nur kurzzeitig an. Danach geht die neu Sache ins normale Eigentum über und ist gar nichts mehr Besonderes.

Mir selbst fällt das unheimlich schwer. Gerade Elektronik und Filme sind bei mir besonders extrem. Das neueste Tablet oder Handy reizt mich jedes Mal enorm. Obwohl beide Gegenstände schon vorhanden sind.

Hier muss ich mich selbst jedes Mal zurücknehmen und dieses Haben wollen hinterfragen. Die Produktzyklen werden immer schneller und eigentlich ist die vorhandene Hardware vollkommen ausreichend. Trotzdem will ich sie ersetzen.

Hier greift alleine schon die tägliche Information über Technikblogs oder Newsletter. Gepaart mit der eigenen Affinität gegenüber Neues und Gear im Allgemein, ergibt sich da schon eine böse Konsummischung.

Trotzdem sollte man sich fragen, ob dieser Kauf unbedingt sein muss! Hier hat mir die Theorie des ökologischen Fußabdrucks sehr geholfen. Wenn man bedenkt, das der Mensch alleine schon durch die vorhandene Infrastruktur den Gegenwert von mehr als einer Erde verbraucht hat und jedes Produkt, egal wie ökologisch es produziert wurde und wie hoch sein Umweltschutzpotenzial im Gebrauch ist, die Erde belastet, erhält man einen komplett neuen Blick auf die Konsumwelt.

Natürlich ist eine Solarzelle immernoch umweltbewußter als ein Benzinmotor oder ein AKW. Doch werden bei der Produktion dieser Solarzelle durchaus Resourcen gebraucht, diese müssen transportiert werden, bei der Produktion wird Energie benötigt und das fertige Produkt wird in Medien beworben, muss auch transportiert werden, etc..

Mit diesen Gedanken im Hinterkopf wird es aber wesentlich einfacher normale Konsumprodukte zu hinterfragen. Auch erhält das, was man ja schon besitzt eine Wertsteigerung, weil ich es schon habe und nutze und es eigentlich noch gut zu gebrauchen ist und so nicht ersetzt werden muss.

Selbst wenn es einen defekt aufweist, ist es oft preiswerter und ökologischer den Gegenstand zu reparieren, als zu ersetzen. Das gilt sogar für Elektronikartikel. Vorallem weil die meisten von uns sich ein neues Handy zulegen, obwohl das Alte immernoch läuft und für die meisten Dinge, für die man es nutzt, einfach weiterhin ausreicht.

Ich will hier keinem seinen eigenen Konsum ausreden. Aber wenn man sich selber und seine Wünsche hinterfragt. Sich gleichzeitig über einige Produktionshintergründe klar wird, dann wird der ein oder andere Kauf einfach nicht getätigt. Das gesparte Geld sollte man lieber für Erlebnisse ausgeben, die für einen einen deutlichen Mehrwert haben.

Björn Eickhoff

Hey, ich bin der Björn. Outdoor, Survival, Hunde und Gear sind genau meine Themen. Neben dem Hundetrainer bin ich Autor und Fotograf.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.