Kurztrip in die Eifel

Dass ich in den letzten jahren schon zum Jahresanfang urlaubsreif bin, liegt wohl am Alter. Dennoch ist das kein Grund, auf der faulen Haut zu liegen.

Somit bin ich auch dieses Jahr einfach mal kurzfristig in die Eifel gefahren. Als Bogenschütze bietet sich da natürlich das Archeryhotel in Kopp. Dort haben wir schon letztes Jahr den ersten Urlaub des Jahres verbracht. Insgesamt sind wir nun schon zum dritten Mal hier.

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Irgendwie ist es schon fast so, als würde man alte Freunde treffen. Bei dem Rundumservice kann man sich mal richtig für eine Woche entspannen. Da wir hier schon viel gesehen hat, ging es diesmal ohne großes Programm nach Kopp. Einfach nur ein wenig wandern, Natur und natürlich ein par schöne Pfeile schießen.

So besuchten wir direkt nach der Ankunft wieder einmal die nahe gelegenen Eishöhlen. Nach der Autofahrt war das auch dringend notwendig, um wieder etwas lockerer zu werden. Die Höhlen waren zwar zum Fledermausschutz gesperrt, trotzdem fasziniert mich immer diese grüne Felsenlandschaft. Auf dieser Tour fanden wir auch einen schmalen Wanderweg am Höhenzug der Felsen entlang. Toll.

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Vor dem Abendessen ging es dann noch für ein Paar lockere Pfeile an die Scheibe. Der Parcours musste noch warten.

Am Dienstag ging es nach dem Frühstück zu einer zweistündigen Orientierungswanderung. Hier war es das Ziel den Weg zu markieren und genau den gleichen Rückweg wiederzufinden.

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Dann ging es endlich bei leichtem Sprühregen in den Parcours. Mein Schießstil hat sich zum Vorjahr deutlich verbessert. An vielen Stationen probierte ich auch die schweren Pflöcke aus und traf recht ordentlich. Auf jeden Fall ging diesmal kein Pfeil kaputt.

Danach wanderten Nelly und ich noch Richtung Birresborn, um eine alte Bunkeranlage zu besichtigen. Auf dem Rückweg fing es ordentlich an zu schütten. Aber nach gut zwei Stunden waren wir wieder am Hotel.

Und dann kam der Schnee und blieb nur bis zum Mittag. Da es am vormittag des Mittwochs doch recht nasskalt war, machten wir nur eine zweistündige Standardrunde über bekannte Wege. Danach ging es direkt auf den Parcours. Zwei Pfeile starben an schwierigen Schusspositionen, aber dafür kam die Sonne heraus.

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Danach ging es auf dem Rundwanderweg 11 gut zehn Kilometer über Asphalt und Waldwegen ins Umland von Kopp. Es war zwar kalt aber dafür hatten wir blauen Himmel und Sonne. Man kann halt nicht alles haben!

Der Donnerstag entwickelte sich zu einem richtig ungemütlichen Tag. Entweder es schneite mehr Wasser als Schnee oder es regnete ohne Unterlass. An diesem Vormittag versuchten wir uns abermals an einen Rundweg. Die Nummer 14 ging anfangs richtig steil bergauf. Oben auf der Höhe pfiff der Wind sehr ordentlich und peitsche uns den Schneeregen fast horizontal ins Gesicht. Erst beim Abstieg wurde es ein wenig gemütlicher.

Da es auch am Hotel weiter regnete, ging es heute mit dem Bogen nur auf die überdachte Schiessbahn. Da mir so aber schnell wieder kalt wurde, ging es nach gut einer Stunde wieder mit Nelly los.

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Wir gingen einen Teil der Strecke von heute morgen und folgten dann dem Wanderweg 3 den Bach entlang. Es regnete und der Weg war extrem aufgeweicht. Mitunter bildeten sich fast Teiche in den Senken. Als wir aus dem Tal raus waren, fing es wieder an zu schneien. Es war extrem ungemütlich und wir mussten uns den Rückweg über GPS suchen, sonst wären wir doch noch in der Eifel verloren gegangen. Nach 2,5 h waren wir dann endlich wieder am Hotel.

Dafür war der Freitag wieder etwas wärmer. Wir folgten dem Wanderweg 14 wie gestern Nachmittag umd erklommen den Berg bis zum Abzweig 14a. Dann ging es nach links und wir gingen den Wanderweg 28 bis zum Eifelblick. Aus dem wurde aber nichts, da uns trüber Hochnebel umgab. Dafür hatte die düstere Stimmung im Wald etwas magisches. Ich hätte mich nicht gewundert, wenn ein paar Kobolde durchs Gebüsch gehüpft wären.

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Da wir nichts sehen konnten gingen wir zurück, nahmen aber den 14a für die letzte Etappe. Auf dem Weg fanden wir ein tote halb verweste Ziege. Gleich im Hotel wurde darüber die Forstverwaltung informiert.

Ein letzter Besuch im Parcours brachte diesmal kein Pfeilbruch und meine Schüsse haben mir echt gut gefallen.

Nachmittags ging es dann nur rund um die Eishöhlen. Irgendwie war ich platt und Nelly wollte auch nicht so richtig.

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Und schon war eine Woche Eifel wieder vorbei. Trotz des recht schlechten Wetters haben wir das Beste daraus gemacht und hatten sehr viel Spaß. Der Service im Archeryhotel war sehr gut und so konnten wir uns doch auch recht gut entspannen.

Mal sehen, wann wir das nächste Mal wieder hier vorbeischauen.

Björn Eickhoff

Hey, ich bin der Björn. Outdoor, Survival, Hunde und Gear sind genau meine Themen. Neben dem Hundetrainer bin ich Autor und Fotograf.