LiteXpress Liberty 116

Hersteller: LiteXpress
Preis: 59,00 Euro

Neben der Black Diamond Spot, die wir ja schon ausgiebig getestet haben, erhielt auch die Liberty116 von LiteXpress in diesem Jahr eine Frischzellenkur. Mit einer höheren Leuchtstärke wurde die Stirnlampe auch wesentlich robuster und konnte nach dem ANSI NEMA FL1 Taschenlampenstandard zertifiziert werden.

Im folgenden Test haben wir der LiteXpress Liberty 116 im Outdoor-Einsatz mal deutlich auf den Zahn gefühlt und sind mit ihr bis zur Belastungsgrenze gegangen.

Lieferumfang
Die Stirnlampe kommt in einer Kunststoffverpackung, die neben dem Leuchtkörper und dem 2,5 cm breiten Stirnband noch drei Duracell AAA Batterien enthält. Der Leuchtkörper ist aus schwarzem Kunststoff und hat zwei orange Hauptschalter. Er wirkt sehr robust, ist aber aufgrund seines Designs sehr klobig und voluminös.

Zwischen den beiden Hauptschaltern befindet sich die Verriegelung des Batteriefaches. Es ist noch extra mit einer Gummidichtung versehen, damit keine Wasser eindringen kann. Das Einlegen der drei AAA-Batterien ist einfach zu bewerkstelligen und das Fach verschließt sich mit einem deutlichen Einrasten.

Tragekomfort
Das breite Stirnband ist fest mit dem Leuchtkörper verbunden und stufenlos einstellbar. An der Stirnauflagefläche ist der Kunststoff mit einem Gummipolster versehen, damit es zu keinen unangenehmen Druckstellen kommt.

Somit trägt sich die Stirnlampe sehr angenehm und auch über mehrere Stunden macht sie sich kaum bemerkbar. Einzig der recht schwere Leuchtkörper macht die Lampe recht kopflastig. Dies ist aber konstruktionsbedingt. Wären die Batterien in einem extra Fach am Hinterkopf angebracht, könnte dies minimiert werden.

Funktionsweise und -umfang
Die LiteXpress beherbergt insgesamt fünf LED. Eine weiße Hochleistungs-LED von Cree mit einer maximalen Lichtleistung von 107 Lumen. Sie wird über den rechten Hauptschalter gesteuert. Nachdem man die LED Eingeschaltet hat leuchtet sie mit ihrer Maximalen Leistung. Hält man den Schalter gedrückt, kann man sie auf 5 Lumen stufenlos abdimmen. Die Dimmfunktion arbeitet aber nur von Maximal- zu Minimalleistung. Sobald die 5 Lumen erreicht sind, erfolgt ein kurzes Aufblinken. Jedes weitere Betätigen des Hauptschalter lässt die LED wieder mit 107 Lumen leuchten. Ein weiterer Tastendruck schaltet dann das weiße Blinklicht ein und der nächste schaltet sie wieder aus.

Mit dem linken Knopf schaltet man durch die farbigen LED. Neben jeweils einer blauen und grünen gibt es noch zwei rote LEDs. Hält man den Schalter für drei Sekunden gedrückt, beginnt ein rotes SOS-Blinklicht.

Leuchttest
Die weiße LED verfügt über einen gut definierten Spot, streut aber trotzdem noch genug Licht zu den Seiten, um auch einen breiteren Bereich auszuleuchten, was für eine Suche im Nahbereich vorteilhaft ist. Da sollte man aber die LED auf die halbe Leuchstärke oder weniger herabdimmen, um nicht geblendet zu werden.
Grundsätzlich sind die 107 Lumen schon eine ganze Menge Licht. Da verwundert es doch, dass die LED immer mit der stärksten Lichleistung beginnt, benötigt man doch nur selten diese Leistung. Hier wäre es schon besser mit der gringsten Lichtleistung zu starten. Viele Stabtaschenlampen bieten einen High- und einen Low-Mode an, um die Batterielaufzeit zu steigern und die Blendwirkung zu reduzieren.

Die farbigen LED bieten auch einen deutlichen Spot an. Hier ist das Streulicht an den Seiten aber nicht ganz so extrem, wie bei der weissen LED. Richtig leistungsstark sind aber die roten LED. Nicht nur der Nahbereich fürs Kartenlesen wird beleuchtet. Sondern auch die nächsten fünf bis zehn Meter Weg kann man sehr gut erkennen.

Die blaue und grüne LED sind im Trekkingbereich eigentlich nutzlos. Für Jäger die verletztes Wild in der Nachsuche aufspüren müssen, ist das blaue Licht sehr gut, um Blut erkennen zu können. Das grüne Licht ist im Zusammenhang mit Nachtsichtgeräten gut zu gebrauchen.

Widerstandsfähigkeit
Der Kunststoffkörper der Stirnlampe macht einen richtig robusten Eindruck. Dementsprechend schwer ist die ganze Konstruktion. Dafür bietet er aber Schutz gegenüber Stürzen aus 1 Meter Höhe. Auch dies ist ebenso im ANSI NEMA FL1 Standard zertifiziert, wie auch die Dichtigkeit gegenüber Spritzwasser und Regen. Der breite Dichtungsring verhindert zuverlässig, dass Wasser in das Gehäuse und das Batteriefach eindringen kann.

Selbst mehrere Tage im Eisfach bei minus 20 Grad Celsius steckt die Liberty ohne Tadel weg. Auch ein Einfrieren in Wasser funktioniert sehr gut und die LED leuchten auch im Eis einwandfrei. Leider drang beim Auftauen dann doch Wasser in den Leuchtkörper! Für mehrere Tag konnten wir die Stirnlampe nicht mehr einschalten. Nachdem sie aber wieder trocken war, funktionierten alle Funktionen einwandfrei!

Fazit
Die LiteXpress Liberty 116 hat uns insgesamt sehr gut gefallen! Gerade die zwei Hauptschalter sind sehr gut zu bedienen und man muss keine Schaltvorgänge auswendig lernen, um durch alle Funktionen der Lampe zu schalten.

Und doch fehlten für den Trekkingeinsatz ein paar Funktionen, die wir gerne dort gesehen hätten. Weder gibt es einen Batterietester, der uns über die Restladung der Batterien informiert, noch gibt es eine Einschaltsperre, die ein versehentliches Einschalten während des Transportes im Rucksack verhindert.

Dafür gefallen aber die enorme Leuchtkraft der weißen LED, die mit ihren 107 Lumen einiges an Finsternis vertreiben kann. Zudem sind die beiden roten LED wirklich stark genug, um sich gut im Dunkeln zu orientieren.

Für den Kaufpreis von 59,00 Euro bekommt man richtig viel Stirnlampe, die ein breites Einsatzspektrum abdeckt. Obwohl der Nutzen der blauen und grünen LED sehr speziell ist. Auch dass die Liberty nach dem neuen Standard für Taschenlampen ANSI NEMA FL 1 zertifiziert ist, und dass der Hersteller eine fünfjährige Garantie gibt, hat uns sehr gut gefallen.

Wer eine Stirnlampe benötigt, die schon fast ans Extreme gehen kann, findet in der LiteXpress Liberty 116 eine treue Begleiterin mit sehr viel Lichtpower! Gerade, wer als Geocacher oft die dunkelsten Orte aufsuchen muss, wird sie nicht mehr missen wollen!

 

Björn Eickhoff

Hey, ich bin der Björn. Outdoor, Survival, Hunde und Gear sind genau meine Themen. Neben dem Hundetrainer bin ich Autor und Fotograf.

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