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Social Media oder Lebenszeit?

Mein Weg von Minimalismus und Digital Detox. Ist Social Media nicht eigentlich nur noch ein Zeitfresser.

Ich war gefühlt Jahrzehnte bei Instagram und Facebook. Ich habe Bilder, Videos und Links geteilt und den Kontakt zu Freunden gehalten.

Doch irgendwann fiel mir auf: Von diesen Freunden sah ich auf meiner Timeline immer weniger. Stattdessen wurde ich mit Beiträgen von Menschen überschwemmt, die ich gar nicht kenne, und mit Werbung, die mich überhaupt nicht interessierte.

Auch ich habe dort Werbung für meinen Blog und meine Arbeit gemacht. Doch sie brachte immer weniger Besucher auf meine Webseite.

Klar, hätte ich Geld für Werbung ausgegeben, wären die Klickzahlen vermutlich gestiegen. Aber mein Blog soll keinen Profit erwirtschaften. Warum also Geld investieren, nur um Menschen auf eine Seite zu bringen, die aus Leidenschaft entstanden ist?

Facebook-Werbung habe ich sogar einmal ausprobiert. Ein paar Wochen lang. Ja, es gab ein paar zusätzliche Klicks. Geblieben sind davon vor allem dumme Kommentare unter den Werbebeiträgen.

Also stellte ich mir eine einfache Frage:

Warum verbringe ich hier eigentlich so viel Zeit?

Will ich wirklich wissen, was in der Welt passiert? Oder jagt mein Gehirn einfach nur dem nächsten Dopamin-Kick hinterher?

Der nächste Husky, der Drama macht.

Das nächste Mädchen, das seine Eltern auf die Schippe nimmt.

Das nächste Paar, das sich vor der Kamera streitet.

Alles irgendwie witzig.

Aber bringt mich das weiter?

Nein.

Es klaut mir Lebenszeit.

Viel zu oft habe ich festgestellt, dass aus fünf Minuten plötzlich eine halbe Stunde geworden ist. Eine halbe Stunde, in der ich einen Videoschnipsel nach dem anderen angeschaut habe.

Dabei hätte ich in dieser Zeit schreiben können.

Lesen können.

Etwas lernen können.

Oder einfach mit meinem Hund im Wald sitzen.

Dinge, die am Ende des Tages einen echten Unterschied machen.

Deshalb habe ich mich von meinen größten Zeitfressern getrennt.

  • Facebook: gelöscht.
  • Instagram: gelöscht.
  • X: gelöscht.
  • TikTok: gelöscht.

Die ersten Tage sind nicht einfach. Das Gehirn fordert seinen gewohnten Dopamin-Kick ein.

Aber nach kurzer Zeit passiert etwas Interessantes:

Man greift seltener zum Smartphone.

Man hat plötzlich Zeit.

Man wird ruhiger.

Und man merkt, wie viel vom eigenen Leben vorher zwischen endlosen Reels und Feeds verschwunden ist.

Ich bereue die Entscheidung keine Sekunde. Vielleicht habe ich nicht auf Social Media verzichtet. Vielleicht habe ich mir einfach meine Zeit zurückgeholt.