Eigentlich bin ich ja eher der Typ Baseball-Cap. Wenn ich urban unterwegs bin, ist das auch immer noch meine Kopfbedeckung der Wahl.

Aber sobald es raus in den Wald oder auf die Hunderunde mit Loki geht, ändert sich das gerade. In letzter Zeit nutze ich immer öfter wieder einen Boonie Hat.
Warum das so ist, kann ich gar nicht so genau sagen. Es ist eher ein Gefühl. Der Boonie wirkt irgendwie entspannter als die Base-Cap. Mit seiner rundumlaufenden Krempe hat er außerdem dieses gewisse Abenteuerer-Feeling.
Oder ich bin einfach alt und bewege mich langsam in Richtung Rentner-Hut.

Spaß beiseite: Die rundumlaufende Krempe hat tatsächlich einige handfeste Vorteile. Sie schützt nicht nur Gesicht und Nacken vor der Sonne, sondern auch meine Ohren – und vor allem meine teuren Hörgeräte vor einem Regenschauer.
Ja, ich weiß: alt und zu viel Schwermetall!

Aktuell nutze ich den Boonie Hat Mk.2 von Helikon-Tex und möchte ihn draußen eigentlich nicht mehr missen. Das Poly-Cotton-Gewebe macht einen robusten Eindruck, hält Sonne ab und bietet bei einem Regenschauer zumindest einen gewissen Wetterschutz. Gleichzeitig ist der Hut angenehm leicht.
Ein weiterer Vorteil: Man muss mit dem Ding nicht sonderlich zimperlich umgehen. Brauche ich ihn gerade nicht, knülle ich ihn einfach zusammen und stopfe ihn in die Tasche. Danach kommt er wieder auf den Kopf. Ein Outdoor-Hut muss für mich genau das aushalten können.

Sehr angenehm finde ich auch das weiche Schweißband im Inneren. Gerade wenn ich den Boonie länger trage, macht sich das beim Komfort bemerkbar. Vier Belüftungsösen sorgen zusätzlich für etwas Luftzirkulation.
Im Deckel befindet sich außerdem ein kleines Fach. Darin lässt sich beispielsweise etwas Flaches verstauen oder bei großer Hitze ein kleines Kühlpad unterbringen. Das orangefarbene Material des Innenfachs kann zudem sichtbar gemacht und als improvisiertes Signalelement genutzt werden.

Interessant gelöst ist auch der Sicherungsriemen. Er läuft auf beiden Seiten durch die Krempe und wird hinter dem Kopf zusammengeführt. Dort befindet sich der Tanka zum Einstellen.
Gerade diese Konstruktion empfinde ich als sehr komfortabel. Den überschüssigen Riemen kann ich hinten in den umlaufenden Gurtbändern des Boonie Hats verstauen. Damit hängt mir nichts vor dem Gesicht oder unter dem Kinn herum, wenn ich den Sicherungsriemen gerade nicht benötige.

Überhaupt sind die umlaufenden Gurtbänder ein typisches Merkmal eines klassischen Boonie Hats. Ursprünglich sind solche Schlaufen natürlich dafür gedacht, Tarnmaterial oder kleinere Gegenstände aufzunehmen. Bei mir bleiben sie meistens leer. Ich will schließlich durch den Wald laufen und nicht selbst zum Busch werden.
Bislang habe ich am Helikon-Tex Boonie Hat Mk.2 tatsächlich wenig zu meckern. Er ist leicht, bequem, lässt sich problemlos zusammenknüllen und erfüllt genau den Zweck, für den ich ihn gekauft habe. Dazu ist er erfreulich günstiger als so mancher Outdoor-Hut, bei dem man offenbar den Abenteueraufschlag gleich mitbezahlt.

Ob ich damit jetzt wie Indiana Jones aussehe oder doch eher wie ein Rentner auf Wanderurlaub, dürfen andere entscheiden.
Mir reicht erst einmal die wichtigste Erkenntnis:
Der Helikon-Tex Boonie Hat Mk.2 schützt meine Glatze vor Sonne und Regen.
Daten und Fakten
Material:50 % Polyester, 48 % Baumwolle, 2 % Elastan
Gewicht: 124 g
Preis: EUR 16,90
Bezugsquelle: Tacwrk