Der Hüter des Waldes

Umweltschutz ist in aller Munde. Viele engagieren sich, andere reden nur darüber und sehr viel verweigern sich dagegen. Jeder muss für sich entscheiden, wie er sich verhalten und was er tun will. Einen kleinen Beitrag kann man als ein Hüter des Waldes leisten. 

Eine Tüte und ein Paar Handschuhe und schon kann es losgehen
Eine Tüte und ein Paar Handschuhe und schon kann es losgehen

Ich sehe die Aufgabe als Hüter des Waldes darin, den Wald sauber zu halten. Sprich: Ich sammel Müll auf, der dort rum liegt. 

Natürlich unterzeichne auch ich Online-Petitionen, gehe zu Demonstrationen und klage mit lauter Stimme die Verursacher der Umweltmisere an oder spende Geld für eine der vielen Natur- und Umweltschutz-Organisationen. Das ist alles sehr leicht. Aber selber aktiv zu werden, fällt auch mir sehr schwer. 

Tatsächlich werden nur wenige Menschen tatsächlich aktiv. Ich denke, dass viele darüber nachdenken, wie Sie der Natur und Umwelt helfen können. Aber ein Weg dafür, haben sie noch nicht gefunden.

Der einfachste Weg, etwas zu bewirken, beginnt vor der eigenen Haustüre! 

Meinen kleinen Beitrag leiste ich als Hüter des Waldes. Dabei steht der Wald als Synonym für die Natur und die Erde an sich. Ich schnappe mir ein Beutel und ein paar Handschuhe und räume einfach im Wald den Müll weg.

Das mache ich auf jeder meiner Wanderungen oder Outdoortouren und in den heimischen Wäldern rund um meinen Wohnort. Als Naturliebhaber, Bushcrafter und Survivalist empfinde ich es irgendwo auch als meine Pflicht, das was ich liebe und die Orte, an denen ich mich oft und gerne aufhalte, auch sauber zu halten. Und oft dauert es nur ein paar Minuten, um einen Ort wieder sauber zu machen.

Wilde Müllkippe
Wilde Müllkippe

Ja, ich weiß, dieser Müll stammt nicht von mir. Ich könnte jetzt sagen, ich hab’s nicht dahin geworfen, soll sich doch der, der das getan hat, darum kümmern! Diese Ansicht höre ich immer wieder. Sei es, dass wir, in unserem kleinen Deutschland, doch nichts dafür können,dass andere Staaten noch viel schlimmer sein als wir. Dies aber als Begründung zu nehmen, nichts zu tun, finde ich dumm. 

Ich werde im Wald mit meiner Tüte beim Aufsammeln des Mülls immer ein wenig schräg angesehen. Die meisten Menschen fragen mich nicht. Den zwinge ich meine Meinung auch nicht auf. Aber die, die Fragen, die bekommen auch eine Antwort. 

Vielleicht kann ich dort den Samen des Verstehens einpflanzen und als gutes Beispiel für einen alternativen Weg dienen. Vielleicht sind wir dann bald bei zwei, die mit Müllbeutel Dreck einsammeln.

Was Menschen so alles im Wald lassen
Was Menschen so alles im Wald lassen

Natürlich finde ich auch immer wieder Ware Müll kippen. Dort liegt so viel Müll rum, dass ich es alleine gar nicht schaffe, diese aufzuräumen. Sind Sie noch Überschaubar, merke ich sie mir, und komme ein paarmal dorthin, um den Müll wegzuräumen. Alternativ nutze ich eine Meldung beim örtlichen Ordnungsamt, damit die Müllkippe verschwindet und vielleicht der Verursacher ermittelt werden kann.

Hat mein Handeln denn nun Auswirkungen? Ja. Es bleibt weniger Müll im Wald liegen. 

Aber schauen wir uns mal Plastik an. Eine Umverpackung aus Kunststoff ist Makroplastik. Durch die Umwelteinflüsse im Wald verwittert sie mit den Jahren(!!!). Aus ihr wird sogenannte Mikroplastik, die in Böden sickert. 

Nach einer Studie entsteht 10% der Mikroplastik durch falsch entsorgten Kunststoffmüll, also Makroplastik. Auch interessant ca. 30% entstehen durch Reifenabrieb. Jeder Mensch nimmt im Durchschnitt ca. fünf Gramm Plastik täglich auf. Das ist etwa die Menge einer Kreditkarte (Quelle: Audible-Podcast Planet A Staffel 1 Folge 8). 

Je weniger Markroplastik also in der Umwelt herum liegt, umso weniger landet also schlussendlich in mir selbst. Dann ist das, was ich tue, reiner Selbstschutz.

Das gehört alles nicht hierhin
Das gehört alles nicht hierhin

Gleichzeitig führe ich den Müll wieder der Müllkreislauf zu. Sei es, dass er getrennt und recycelt wird oder in Energie umgewandelt wird.

Außerdem verhindere ich so, dass Tiere im Wald das Plastik fressen oder sich darin verfangen und elendig verrecken.

Schade nur, dass ich oft ganz alleine im Wald bin und ihn aufräume. Es sollte viel mehr Menschen dort nach dem Rechtem schauen, damit unser Wald, unsere Natur und Umwelt, unsere Mutter Erde, von dem gereinigt wird, was sie umbringt. Und stirbt die Erde so sterben schlussendlich auch wir. 

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Björn Eickhoff

Hey, ich bin der Björn. Outdoor, Survival, Hunde und Gear sind genau meine Themen. Neben dem Hundetrainer bin ich Autor und Fotograf.