Seit über einem Jahr nutze ich jetzt wieder ein analoges Notizbuch. Meine To-Do-Listen und meine Gedanke werden unterwegs und daheim nur noch so festgehalten. Was hat sich seitdem verändert? Finde es mit mir heraus.

Der Umstieg von digitalem auf analoges Notizbuch war schon ein großer Prozess für mich. Aber nach nunmehr über einem Jahr und über 10 vollgeschriebenen kleinen Din A6 Notizbüchern habe ich schon einiges anpassen können, was mich insgesamt strukturierter und kreativer werden läßt.
Ein Notizbuch und ein Kalender

Ich nutze ja das X17-Notizbuch-System für zwei Notizbücher. Anfangs habe ich immer ein aktuelles und ein leeres Notizbuch mit mir herumgeschleppt. Das empfand ich aber als sehr unproduktiv, da das Leere ja wirklich nur dabei ist, falls das andere voll ist.
So tauschte ich es gegen einen Kalender aus. Es gibt diesen in der richtigen Größe und dem Format auch bei X17. Hier wird das Jahr in zwei Hefte geteilt, immer für 6 Monate. Das hat sich als sehr gute Änderung erwiesen, so habe ich neben meinem digitalen Kalendern (Google auf dem Smartphone und Outlook in der Firma) noch eine analoge Kopie dabei.
Der schnelle Blick in den analogen Kalender ist wirklich flotter als das Phone rauszukramen und wenn ich unterwegs bin, habe ich eh keinen Zugriff auf Outlook im Firmenrechner. So empfinde ich den Kalender als zweites Heft wirklich nützlich.
Leider hat sich die Qualität der Nachfüll-Notizbücher und Kalender bei X17 nicht verändert. Die Heftung ist nur eine Klammer und keine Fadenbindung und das Papier recht dünn, so dass der Kalender sehr schnell zerlesen aussieht.
Übrigens bin ich auch von den Moleskin Field-Notes-Heften weggegangen, da sie mir auf die Dauer doch recht teuer und qualitativ auch nicht genügten. Bei Amazon habe ich 24 Hefte zu einem guten Preis erworben.
Sie sind vom Format zwar ähnlich, aber zwei dieser Notizbücher im X17 nebeneinander waren dann doch ein paar Milimeter zu groß. Jetzt mit einem Notizbuch und einem X17-Kalender passt es aber perfekt.
Quere Nutzung

Die wirklich größte und sicherlich auch beste Änderung habe ich in einem YouTube-Video gesehen und sie ist für mich perfekt. Ich nutze das Notizbuch quer. Dadurch ergibt sich eine Doppelseite im Din-A5-Format. Irgendwie nimmt das Auge es tatsächlich so wahr und unterbewußt hat man auf einmal viel mehr Raum für Ideen.
Es ist zwar vom Platz her genau das Gleiche wie zwei Din-A6-Seiten nebeneinander, aber die optische Veränderung war ein sehr großer Schritt nach vorne. Man schreibt anders. Bekommt mehr Informationen auf dem Platz unter. Ich find es richtig cool.
Neue To-Do-Liste

Somit musste ich den Aufbau meiner Tages-To-Do-Liste auch auf das quere Format anpassen.
Im großen linken Bereich unter das Datum kommen alle Termine und Aufgaben unter, die ich heute bearbeiten will. Die rechte Spalte ist eher mein Arbeitsnachweis in der Firma. Wann habe ich mich eingestempelt. Wieviel Arbeit und was habe ich erledigt bekommen.
Ich finde es wichtig, dass ich das, was ich am Tag schaffe, visuell vor mir sehe. Ist auch ganz interessant, wenn Deine Führungskraft mitbekommt, wie man sich selber führen kann.
Index auf den Umschlagseiten

Die Seiten werden trotz der Nutzung im Querformat weiterhin durchnummeriert. Eine Din-A6-Seite bleibt eine Din-A6-Seite. Oft brauche ich gar nicht die komplette Din-A5-Seite und daher sind 60 Seiten weiterhin 60 Seiten.
Der Index wanderte nun auf die inneren Umschlagseiten. So ist wirklich Platz genug, um Ordnung in die Notizen zu bringen.
Nützliches Zubehör

Ich nutze eine Leseklammer, die immer die Seite öffnet, auf der sich meine aktuelle To-Do-Liste befindet.So klappt das Notizbuch immer an der richtigen Seite auf.
Zum Schreiben nutze ich weiterhin einen Bleistift, der mit dem Faber Castell Perfect Pencil in Alu am rückseitigen Leder auf die Innenseite geklippt ist.
Daneben befindet sich auch ein Tactical Pen, den ich für Unterschriften und alles nutze, was dokumentenecht sein soll. Dieser ist so schlank und unscheinbar, dass er gut ins Notizbuch passt. So habe ich auch immer ein weiteres Tool für die Selbstverteidigung zur Hand.
Als kleines Lineal nutze ich eine preiswerte Fresnel Linse, die mir auch als Lupe behilflich ist. Mit Ihr und der Sonne kann man auch im Notfall ein Feuer entfachen.
Wie sieht Dein Notizbuch-Setup aus?
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