Herbertz Survival-Messer

Keine Survival-Übersicht ohne Hohlgriff-Messer. Diesmal kommt der Kandidat von Herbertz und orientiert sich sehr an der Grundform mit Bowie-Klinge. Sie ist satte 18,5 cm lang und bietet auf auf dem Rücken einen Wellenschliff und eine Säge, die aber den Namen nicht verdient und Holz nicht durch bekommt. Im Hohlgriff ist ein kleines Survivalpack untergebracht mit Drahtsäge Angelschnur und Streichhölzern. In den zwei Zubehörtaschen auf der Kunststoffscheide befinden sich ein Kompass und zwei Widerhaken, die man in den Handschutz schrauben kann.

Herbertz 1

Mit einem Gewicht von über 900 Gramm hat man draußen aber schon einiges am Gürtel zu schleppen und wird im Wald von anderen Wanderern schon mal schräg angeschaut. Trotzdem ist das Messer von Herbertz im Notfall gut zu gebrauchen. Durch den Schwerpunkt auf Griffseite lässt sich die Klinge gut führen und trotz der enormen Länge gelingen auch Schneid- und Schnitzaufgaben sehr gut. Aber sein eigentliches Element sind doch die gröberen Arbeiten. Als Axtersatz macht es eine gute Figur, auch wenn der AISI 420-Stahl schon etwas weich ist. Ein Feuerstahl, der mit dem der Welle am Besten funktioniert, hinterlässt auf dem Stahl schon seine Spuren.

Herbertz 2

Fazit
Für den Preis bekommt man Einiges geboten! Das Survivalkit ist zwar nicht sehr hochwertig, erfüllt aber seinen Zweck und das Messer ist bis auf die Säge gut zu gebrauchen.

Herbertz 3

Daten und Fakten
Herstellungsland: China
Klingenlänge: 185 mm
Klingenstärke: 5 mm
Klingenschliff: Hohlschliff
Klingenstahl: 420
Härte Rockwell C: 56 HRC
Länge Griff: 125 mm
Stärke Griff: 31 mm
Material Griff: Stahl
Material Scheide: Nylon
Gewicht (o./m. Scheide): 618 / 914 g
Preis: 69,20 Euro
Lieferumfang:
Gürtelscheide, Survival-Kit
Bezugsquelle: Herbertz Messerclub

Björn Eickhoff

Hey, ich bin der Björn. Outdoor, Survival, Hunde und Gear sind genau meine Themen. Neben dem Hundetrainer bin ich Autor und Fotograf.

Kommentare (6) Schreibe einen Kommentar

    • Hallo Andreas,

      danke für die Info. Das hatte ich nicht so auf dem Schirm. Aber inzwischen gibt es ja von vielen Modellen, preiswertere Kopien.

      Viele Grüße
      Björn

      Antworten

  1. Hallo,
    hat das schonmal jemand richtig im Einsatz gehabt? Also öfter als bei einem Eintagtest?
    Habe es auch eben aufgrund der Tatsache, dass es dem Guckmaster184 nachempfunden wurde. Nur, sieht es nur so aus, oder kann man damit auch etwas anfangen?
    Man hört ja oft das diese Hohlgriffmesser eben nix taugen weil sich die Klinge lockert oder sonst was…
    Ich finde das Messer (wie das Rambo-Messer eben auch) sind halt sehr cool aus, aber in meinen Augen soll es auch etwas aushalten und nicht nur gut aussehen – deshalb hab ich auch bis heute kein Rambo Replika 😉
    VG
    marc

    Antworten

    • Hi Marc,

      danke für Deinen Kommentar.

      Ich habe das Messer hier, aber aufgrund der Größe ist es eigentlich nur für die Fotos und den Test raus gekommen. Wirklich bis zum Äußersten bin ich damit nie gegangen.

      Wenn Du was richtig brauchbares in der Optik willst, dann schau Dir das Böker Apparo an:

      https://www.boker.de/fahrtenmesser/boeker-plus/outdoormesser/02BO001.html

      Die Verbindung Hohlgriff – Klinge ist mit Epoxydharz verfüllt und äußerst belastbar. Bei meinem Test brach eher die Klinge als die Verbindung.

      Viele Grüße
      Björn

      Antworten

  2. Hallo Björn,

    ist das Messer auch gut für Anfänger? (Ich kann das ganze nicht so gut einschätzen)
    Toller Beitrag sonst!

    Antworten

    • Hi Eugen,

      als Anfänger würde ich so ein Messer nicht empfehlen. Auch sonst ist es mir eigentlich zu groß und schwer. Ich mag da lieber ein ESEE Izula mit einer Klingenlänge von sechs Zentimetern.

      Auch ist der Stahl nicht das Gelbe vom Ei. Zudem kommst Du aufgrund der Klingenlänge mit dem Waffenrecht in Deutschland in Konflikt.

      Für was willst Du das Messer denn nutzen?

      LG
      Björn

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.