Gray Man

Gray Man hört sich fast an wie ein Filmtitel. Wer kennt sie nicht die Männer in schwarz, die Aliens jagen. Doch sowas ist hier nicht gemeint.

In Amerika ist die Theorie rund um den Gray Man sehr verbreitet. Ein grauer Mann soll wie eine graue Maus sein und nicht auffallen. Gerade in akuten Krisen-, Not- oder Kriegssituationen soll dieser in der Menge oder der Masse der anderen untertauchen können.

Gray Man - So fällt man auf!

Gray Man – So fällt man auf!

Nicht auffallen heißt hier die Devise. Alles was Aufmerksamkeit auf einen selbst richten könnte, sollte nach Möglichkeit vermieden werden. Keine grellen Farben, aber auch keine Tarnfleck.

Und trotzdem soll das nötige Equipment dabei sein und die Kleidung möglichst funktionial. Irgendwie klingt das, wie ein Widerspruch in sich.

Sehen wir uns das Thema mal ein wenig genauer an.

In der Großstadt im Bus, in der U- oder S-Bahn wird man mit einem Anzug und einem Koffer bei all den Pendlern wohl nicht sonderlich auffallen. Auch mit Jeans, Sweatshirt, einer Jacke und einem Rucksack oder Messenger Bag kann man durchweg als Student oder Arbeiter durchgehen.

Gray Man - Gedecktere Farben

Gray Man – Gedecktere Farben

Eine Gruppe Punks oder Skinheads mit ihren üblichen „Uniformen“ würde da eher auffallen. Aber auch beispielsweise jemand der eine Soldatenuniform trägt oder ein Sicherheitsmitarbeiter mit Dienstkleidung und Equipment am Gürtel.

Klar, das diese Beispiele schon recht offensichtlich sind. Aber ich denke, der Grundgedanke wird klar.

Will man sich vorbereiten, muss die Ausrüstung stimmen. Alles soll dort untergebracht werden, wo man es schnell griffbereit haben kann. Aber gerade im Alltag will man nicht zu martialisch wirken. Das zieht doch nur Aufmerksamkeit auf einen.

Muss ein Messer mit Taschenlampe so offensichtlich am Gürtel hängen, das es jeder sofort sieht? Oder muss mann eine Hüfttasche tragen, die von der Form direkt Schusswaffe schreit? Oder einen taktischen Rucksack, an dem man unzählige Taschen ans Molle-System geschlauft hat?

Reicht nicht auch eine unscheinbare Tasche, in der alles Equipment untergebracht ist? Dort kann auch alles für einen Go- oder Get-Home-Bag untergebracht werden. Und das Schöne ist, dass man nicht unbedingt auffällt.

Man muss also nicht wie ein Berserker im Bus auftreten und kann trotzdem alles Wichtige dabei haben. Denn der Gray Man taucht unter und ist schon weg, bevor einem die Kacke um die Ohren fliegt.

Gray-Man-Ausrüstung
Böker Tech Tool City 1
Unauffälliges EDC
Nextorch TA30
5.11Tactical Z.A.P. 6

Gray-Man-Tactics
Nimm Deine Umgebung wahr

Was denkt ihr zu dem Thema? Lieber alles dabei haben und vielleicht ein wenig auffallen. Oder alles verdeckt tragen, damit keiner auf einen selbst aufmerksam wird.

Björn Eickhoff

Hey, ich bin der Björn. Outdoor, Survival, Hunde und Gear sind genau meine Themen. Neben dem Hundetrainer bin ich Autor und Fotograf.

Kommentare (8) Schreibe einen Kommentar

  1. Zuerst mal hast du vollkommen recht. Auffallen sollte man nicht. Aber bei mir ist das schwierig… 1.96m… Glatze… 130kg. Egal was ich mache ich falle auf. Und ich habe immer alles dabei. Ich habe immer Messer (mehrer) dabei. Villt kann man sich da mal in der Gruppe unterhalten.

    MFG Heiko

    Antworten

    • Hi Heiko,

      danke für Deinen Kommentar.

      Je nach körperlicher Statur fällt man auf. Das ist klar. Aber wenn man dann noch komplett aufgerödelt durch die Gegend läuft, erst recht. Ich habe auch immer so zwei bis drei Klingen dabei. Aber die kann man auch unauffällig tragen. Wenn man dann noch 20 oder 25 cm Fixed am Gürtel hat, dann wird es wirklich eng.

      Viele Grüße
      Björn

      Antworten

  2. Hallo,

    sehe ich ganz genau so. Ich habe immer eine Laptop-Tasche dabei, in der kein Laptop ist, sonder ein wenig Ausrüstung. Ein Multitool, ein Messer, eine Taschenlampe, usw. Mehrere Messer für sein Get Home Bag finde ich allerdings ein wenig extrem, genau so wie ich schon mehrere gesehen habe, die eine Taschenlampe plus Stirnlampe dabei haben.

    Ich beschränke mich auf das meiner Meinung nach wichtigste, sonst verliert man sich in seiner Ausrüstung, wenn man doch mal schnell darauf Zugriff haben muss und letztendlich will man ja nur nach Hause kommen.

    Was meint Ihr?

    Manuel

    Antworten

    • Hallo Manuel,

      ich stimme Dir da voll und ganz zu: Weniger ist auf jeden Fall mehr. Man kann sehr schnell der Sammelleidenschaft beim EDC oder bei der Ausrüstung verfallen und geradezu zu einer Gearbitch werden. Bei vielen sind dann noch so Hinweise im Kopf: „Wenn man eines hat, hat man keins. Wenn man zwei hat, hat man eins!“ Demnach sind zwei Messer oder zwei Arten Feuer zu machen oder zwei Möglichkeiten Licht zu machen immer besser.

      Solch eine Regel versuche ich eher im Notgepäck bei den wirklich wichtigen Dingen umzusetzen. Im Alltag will ich mich nicht totschleppen. Da wähle ich eher weniger Ausrüstung, kaufe die aber absolut hochwertig. Ein Versagen ist dann meiner Meinug nach nicht ausgeschlossen, aber immerhin minimiert. Für die Taschenlampe lieber eine Ersatzbatterie oder Akku. Ein kleines Fixed oder einen Folder direkt am Mann und ein Multitool oder Schweizer Taschenmesser für mehr Möglichkeiten.

      Viele Grüße
      Björn

      Antworten

    • Hallo Micha,

      auch Dir vielen Dank für Deinen Kommentar.

      Der Traffic, den dieser Artikel ausgelöst hat, bestärkt mich, das Thema noch einmal tiefer greifender zu betrachten. In wie weit das hier im Blog passiert kann ich noch nicht sagen.

      Das Thema hat auf jeden Fall Potenzial und mir fallen da direkt schon ein paar Produkte ein, die man sich mal näher ansehen kann.

      Also es bewegt sich was!

      Viele Grüße
      Björn

      Antworten

  3. Pingback: Böker Tech Tool City 1 - Unscheinbarer EDC-Folder | Björn Eickhoff - Messer, Tacticool, Prepping und Survival

  4. Pingback: Unauffälliges EDC | Björn Eickhoff - Messer, Tacticool, Prepping und Survival

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.